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Montag, 1. Oktober 2018

Stecklinge geschnitten

Da die Temperaturen langsam bedrohlich werden, habe ich schonmal die Stecklinge der Superchinensen abgenommen.

Die Kreuzung kann ja leider nicht direkt aus den Samen gezogen werden, deshalb kommen wie jedes Jahr ein paar Triebe in den Tonkrug.


Die frischen Triebe sind eben leider auch das erste, was der Frost sich holt. Deshalb bin ich da relativ frühzeitig dran, um mir die "Sorte" zu sichern.

Eine genaue Anleitung zum Stecklinge schneiden und Anziehen habe ich in den How-To's hinterlegt:



Als Beleuchtung kommt eine 12 Watt Pflanzenlampe zum Einsatz, mit der ich bisher gute Erfahrungen gemacht habe.

Die gibt es sehr günstig bei Amazon zu kaufen:



Freitag, 29. September 2017

How To: Stecklinge schneiden



Möchte man auf Nummer sicher gehen und das Erbgut einer Pflanze zu 100% erhalten, dann führt kein Weg an Stecklingen vorbei. 

Lässt man einen jungen Trieb einer Chili Wurzeln bilden, hat man die Pflanze sortenrein vermehrt. Dies bietet sich besonders bei Kreuzungen an, wenn man zum Stabilisieren keine Zeit/Platz hat.

In meinem Fall sind das die berühmten Superchinensen von Jens aus dem Erzgebirge. Die Zufallskreuzung aus (vermutlich) Capsicum Baccatum und Capsicum Chinense ist ein wahrer Massenträger und bringt Früchte mit ganz extremem Chinensearoma hervor. Zum Stabilisieren der Kreuzung fehlt mir die Zeit und der Platz, also werden jedes Jahr wieder Stecklinge genommen. 


Das Schneiden:

Macht man am besten noch bevor es richtig kalt wird, also die Temperaturen unter 5°C sinken. Sonst sind die Pflanzen schon stark geschwächt, bekommen eventuell Krankheiten und werfen Blätter ab, weil sie den Saft schon aus den Trieben ziehen. Also möglichst noch vor Ende September schneiden.


Man wählt sich einige frische Triebe aus, die man auf etwa 10-15cm Länge mit einer scharfen Schere oder einem Messer abschneidet. Ansonsten quetscht man die Kanäle zu stark und die Pflanze kann kein Wasser mehr aufnehmen.




Das Vorbereiten:

Anschließend entfernt man sämtliche Blütenansätze, Früchte und die unteren Blätter.


Die Früchte und Blüten müssen ab, da der Trieb sich um die Wurzelbildung und nicht um Fortpflanzung kümmern soll. Die unteren Blätter würden im Wasser eh nur faulen.



Die Wurzelbildung:

Dann nimmt man sich ein möglichst blickdichtes, dunkles Gefäß, da Wurzeln sich ja im Dunkeln in der Erde bilden. In meinem Fall ist das ein alter Tonkrug:


Diesen füllt man mit frischen Leitungs-, oder stillem Mineralwasser. Die Stecklinge rein und an einen hellen, warmen Ort stellen.


Da das Fensterbrett bei mir immer recht kühl ist, habe ich als kleine Unterstützung noch eine Terrarienheizmatte daruntergelegt. Diese wird nur lauwarm, hält die Temperatur aber etwas höher und es bilden sich schneller Wurzeln.




Nach einiger Zeit bilden sich dann kleine weiße Erhebungen. Daraus kommen dann irgendwann die Wurzeln. Dies kann einige Wochen, aber auch durchaus mehrere Monate dauern, je nach Temperatur und Wohlbefinden der Pflanze. 

Das Wasser in dieser Zeit immer nur nachfüllen, nicht auswechseln. Auch eine Schleimbildung am Stengel ist normal. 

Die Blätter natürlich auch immer wieder akribisch nach Schädlingen, insbesondere Blattläusen absuchen. 
Reagiert man hier zu spät, ist der Pflanzensaft ausgesaugt und der Steckling stirbt ab.



Das Einpflanzen:

Die Wurzeln kann man dann ruhig wachsen lassen, ich pflanze meine Triebe erst im Frühjahr wieder in die Erde. Dann sieht das ungefähr so aus:



Hier ist nun eigentlich nichts mehr zu beachten. Man nehme etwas Erde, einen geeigneten Topf und setze den Steckling ein. Gut angießen und ans Licht stellen.

Sonntag, 29. Dezember 2013

Back @ Home

Da Montag leider wieder die Arbeit ruft, bin ich wieder nach Hause gekommen und hab nun doch auch noch Zeit für ein Posting.

Die "Blumate" haben die Stecklinge gut versorgt. Eigentlich sogar zu gut, wie man an der Schimmelschicht an der Oberfläche erkennen kann.


Habe sie deshalb auch gleich entfernt, damit die Erde wieder etwas abtrocknen kann.
Über das Höhenverhältnis von Wasserschale und Blumat kann man die Tropfgeschwindigkeit regeln. Je tiefer das Wasser, desto weniger wird ausgeschüttet. Muß man sich auch erstmal an die richtige Menge herantasten.

Gewachsen sind sie auch bereits etwas, was man immer am besten bemerkt, wenn man sie ein paar Tage nicht gesehen hat.



Blüht sogar, wie man sieht. Scheint ihnen also recht gut zu gehen.

Aber auch an anderen Stellen sprießt es wieder. Rocozilla hat frische Triebe, die sich Richtung Fenster strecken und auch die Biker Bill Jalapeño treibt aus.




Geht also gut voran. Die Frischhaltefolie sollte übrigens die Feuchtigkeit während meiner Abwesenheit etwas halten und auch Trauermücken keine Chance bieten.

Zur Aussaat habe ich mir nun den 07.01.2014 ausgesucht. Da ist zunehmender Mond im Widder, was beides sehr zuträglich für eine Aussaat von Chilipflanzen ist. Eventuell fallen mir aber auch schon vorher ein paar Körner aus der Hand ;)