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Freitag, 15. Februar 2019

Growing Guide von FataliiSeeds.net

Ein riesiges Dankeschön an Jukka "Fatalii" Kilpinen aus Finnland. Er war so nett und hat mir auf Anfrage einen seiner Growing Guides geschickt, die es zu jeder Bestellung auf Fataliiseeds.net dazu gibt.

Was heißt einen....ich war sprachlos, was ich alles in dem Brief fand. Nochmal vielen, vielen Dank für alles!



Zusätzlich zu den ganzen Guides hat er mir noch einige seiner angebotenen Sorten geschickt.


Wie man sieht, gibt es in seinem Laden extrem viele, ungewöhnliche Sorten. Ich kann nur jedem empfehlen, sich dort mal umzusehen. Hier nochmal der Link zum Online Shop:




Verlinkt habe ich es natürlich auch in meiner Shop-Übersicht. Dort finden sich auch noch jede Menge weiterer Geschäfte, die Chilisamen anbieten. Ruhig mal reinschauen, noch ist es für eine Aussaat nicht zu spät. Ich werde das geschenkte Saatgut dann bis nächstes Jahr aufheben, dieses Jahr bin ich mit der Anzucht ja bereits durch. Ich freue mich schon sehr auf die tollen Sorten, die er mir ausgesucht hat.

Nun aber zum eigentlichen Thema:


Der Growing Guide an sich ist auf Englisch, durch die Bebilderung auch sehr gut verständlich.



Im Flyer wird in Kurzfassung alles Wichtige behandelt und dargestellt. Von der Aussaat, dem richtigen Substrat, über die Beleuchtung und Dünger bis hin zu Ernte. Auf alle Fälle eine tolle Beilage zum Saatgut, die einen schnellen Überblick über die Chiligärtnerei und deren Erfordernisse bietet.

Auch sonst kennt sich Jukka sehr gut aus, wie man auf seiner Webseite fatalii.net sehen kann, die nochmal viele Informationen zusammen gesammelt hat. Seinen Guide zu Bonsai Chilis habe ich ja auch bereits rezensiert:



Da ich nun wirklich einige der Flyer geschickt bekommen habe, würde ich auf Anfrage natürlich auch welche weitergeben. Wer möchte, kann mich über einen der vielen bekannten Wege kontaktieren. 

Liebe Grüße und herzlichen Dank nach Finnland an Jukka!

Don't Just Grow the Chilis - Let the Chilis Grow You!

Freitag, 29. September 2017

How To: Stecklinge schneiden



Möchte man auf Nummer sicher gehen und das Erbgut einer Pflanze zu 100% erhalten, dann führt kein Weg an Stecklingen vorbei. 

Lässt man einen jungen Trieb einer Chili Wurzeln bilden, hat man die Pflanze sortenrein vermehrt. Dies bietet sich besonders bei Kreuzungen an, wenn man zum Stabilisieren keine Zeit/Platz hat.

In meinem Fall sind das die berühmten Superchinensen von Jens aus dem Erzgebirge. Die Zufallskreuzung aus (vermutlich) Capsicum Baccatum und Capsicum Chinense ist ein wahrer Massenträger und bringt Früchte mit ganz extremem Chinensearoma hervor. Zum Stabilisieren der Kreuzung fehlt mir die Zeit und der Platz, also werden jedes Jahr wieder Stecklinge genommen. 


Das Schneiden:

Macht man am besten noch bevor es richtig kalt wird, also die Temperaturen unter 5°C sinken. Sonst sind die Pflanzen schon stark geschwächt, bekommen eventuell Krankheiten und werfen Blätter ab, weil sie den Saft schon aus den Trieben ziehen. Also möglichst noch vor Ende September schneiden.


Man wählt sich einige frische Triebe aus, die man auf etwa 10-15cm Länge mit einer scharfen Schere oder einem Messer abschneidet. Ansonsten quetscht man die Kanäle zu stark und die Pflanze kann kein Wasser mehr aufnehmen.




Das Vorbereiten:

Anschließend entfernt man sämtliche Blütenansätze, Früchte und die unteren Blätter.


Die Früchte und Blüten müssen ab, da der Trieb sich um die Wurzelbildung und nicht um Fortpflanzung kümmern soll. Die unteren Blätter würden im Wasser eh nur faulen.



Die Wurzelbildung:

Dann nimmt man sich ein möglichst blickdichtes, dunkles Gefäß, da Wurzeln sich ja im Dunkeln in der Erde bilden. In meinem Fall ist das ein alter Tonkrug:


Diesen füllt man mit frischen Leitungs-, oder stillem Mineralwasser. Die Stecklinge rein und an einen hellen, warmen Ort stellen.


Da das Fensterbrett bei mir immer recht kühl ist, habe ich als kleine Unterstützung noch eine Terrarienheizmatte daruntergelegt. Diese wird nur lauwarm, hält die Temperatur aber etwas höher und es bilden sich schneller Wurzeln.




Nach einiger Zeit bilden sich dann kleine weiße Erhebungen. Daraus kommen dann irgendwann die Wurzeln. Dies kann einige Wochen, aber auch durchaus mehrere Monate dauern, je nach Temperatur und Wohlbefinden der Pflanze. 

Das Wasser in dieser Zeit immer nur nachfüllen, nicht auswechseln. Auch eine Schleimbildung am Stengel ist normal. 

Die Blätter natürlich auch immer wieder akribisch nach Schädlingen, insbesondere Blattläusen absuchen. 
Reagiert man hier zu spät, ist der Pflanzensaft ausgesaugt und der Steckling stirbt ab.



Das Einpflanzen:

Die Wurzeln kann man dann ruhig wachsen lassen, ich pflanze meine Triebe erst im Frühjahr wieder in die Erde. Dann sieht das ungefähr so aus:



Hier ist nun eigentlich nichts mehr zu beachten. Man nehme etwas Erde, einen geeigneten Topf und setze den Steckling ein. Gut angießen und ans Licht stellen.

Sonntag, 13. November 2016

How-To: Saatgut bestellen

Möchte hier mal die gängigsten Shops zur Saatgutbestellung vorstellen.

Natürlich kann man sich Samen auch in diversen Foren ertauschen, jedoch wird man da nie genau wissen, ob auch die geforderte Sorte herauskommt. Chilis kreuzen sich sehr leicht untereinander und schon hat man eine völlig neue Pflanze, die man gar nicht haben wollte.

Sicherlich garantieren einem die Onlineshops auch keine Sortenreinheit, die Fehlerquote ist aber eher gering und man bekommt im Fall der Fälle oft Ersatz.

Die Shops im Überblick:



www.semillas.de
Eine sehr große Auswahl bietet www.semillas.de. Seit vielen Jahren schon eine meiner ersten Anlaufstellen für Chilisaat. Immer zuverlässige und schnelle Lieferung zum kleinen Preis. Zur Zeit über 800 verschiedene Chilisorten im Programm. Die ohnehin geringen Versandkosten (2€) fallen bereits ab 20€ Warenwert weg und in jedem Tütchen für meist 1,50€ befinden sich mehr Samen als angegeben. Auch der Kundenservice ist sehr gut, bei Problemen wird immer eine Lösung gefunden. Videos zur An- und Aufzucht runden das Angebot ab.

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Der bekannte Chiliexperte Alexander Hicks hat sich mittlerweile selbständig gemacht und betreibt die Bio Chi Gmbh, die nun auch ihren eigenen Onlineshop bietet. Mittlerweile ist das Angebot auf über 250 Sorten angewachsen. Saatgut gibt es hier unter 3€ und ab 30€ sogar versandkostenfrei.
Natürlich können hier auch Chilipflanzen für rund 6€ geordert werden.



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http://bit.ly/2fgDWBfIm Pepperworld Hot Shop bekommt man mittlerweile bereits über 350 verschiedene Sorten. Der hohe Qualitätsanspruch, den die Besitzer an ihre Produkte stellen, spiegelt sich natürlich auch im Saatgut wider. Außerdem gibt es noch das komplette Anzuchtzubehör (Erde, Töpfe, Heizmatten, Mini GWH, etc.) und Samen-Spar-Sets zu bestellen. Hohe Sortenreinheit und ein super Kundenservice sind noch zu erwähnen. Auf der zugehörigen Seite www.pepperworld.com kann man sich bestens über die Anzucht informieren. Eine Sorte kostet in der Regel 2,50€, der Versand bei reiner Saatgutbestellung auch 2,50€ und im Päckchen sind zwischen 10 und 15 Samen enthalten.


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http://bit.ly/1VfIKWI
Bei Chili Food, bzw. Chili-Shop24 sind es ebenfalls über 350 Sorten, die zum Verkauf angeboten werden. Auch hier gibt es zusätzlich noch Anzuchtzubehör vom Topf über Erde und Dünger, bis zur Heizmatte und dem Mini Gewächshaus. Online-Ratgeber zur An- und Aufzucht sind vorhanden. Die Saat kostet zwischen 1,99€ und 2,99€, Versand schlägt mit 4,50€ zu Buche.







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http://thehippyseedcompany.com/Die seltensten, die schärfsten, die ausgefallensten Sorten, so steht es auf der Homepage des australischen Shops. Neil & Charlotte verkaufen dort seit 1998 ihr selbst hergestelltes Saatgut. Super nett und immer hilfsbereit stehen sie einem bei Fragen zur Seite. Der Versand dauert natürlich seine Zeit, ist aber auch immer zuverlässig und enthält eine Anzuchtanleitung.
Pro Tütchen fallen zwischen 2,80€ und 5,60€ an, je nach Sorte und Wechselkurs. Dafür ist der Versand mit knapp 1,30€ vernachlässigbar.


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http://www.ipk-gatersleben.de/Das IPK Gatersleben (Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung) hat es sich zur Aufgabe gemacht, Pflanzensamen zu sammeln und für die Nachwelt zu konservieren. Ein etwas komplizierter Bestellprozess steht einer extrem großen Zahl an Chilisamen gegenüber. Leider sind viele Sorten nicht mit der gängigen Marktbezeichnung hinterlegt, sondern nur mit der Katalogisierungsnummer (CAPxxxx) des Instituts. Trotzdem gibt es jede Menge Auswahl und man bekommt auch einiges an Samen pro Sorte. Früher war das Angebot gratis, heute kostenpflichtig. Dadurch leider relativ uninteressant, da bereits eine Bearbeitungs-/Versandgebühr in Höhe von 10€ erhoben wird. Ein Samentütchen kostet dann nochmal 2€ und die Lieferzeit kann bis zu 3 Monate betragen!

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ukchilliseeds.co.ukZum ersten Mal habe ich dort für die Saison 2017 bestellt. Die Sortenauswahl ist zwar nicht riesig, aber recht ausgefallen. Jeder Bestellung liegt eine Keimanleitung bei. Bereits ab zwei Sorten fallen die Versandkosten weg, weshalb man problemlos auch mal Saatgut aus England bestellen kann. Die Kosten pro Samentütchen liegen meist unter 2€, auch hier kann der Shop punkten.




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http://chilipepperseeds.tictail.com/

Bei Mojo Pepper gibt es seltene und seltsame Sorten zu bestellen. Nicht ganz billig, aber dafür sehr ausgefallen. Leider habe ich noch keine Erfahrungen mit dem Shop gemacht, kann also zu Lieferzeit und Qualität nichts sagen.





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http://chili-shop.org/
 Chili-Shop.org. Klein, aber fein. Saatgut ab 1,50€ für 10 Korn, versandkostenfrei schon ab 20€. Große, interessante Auswahl vorhanden. Diverse exklusive Kreuzungen und Wildsorten. Auch Tomatenliebhaber finden hier jede Menge Samen.



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http://www.fataliiseeds.net/
175 Sorten erwarten den Käufer bei Fataliiseeds.net. Auch hier gibt es einige seltene und interessante Sorten. Geliefert wird aus Finnland, mit Versandkosten schon ab 2,90€. Ab 30€ entfallen diese bereits, man hat aber sowieso 15€ Mindestbestellwert.

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Der Samenchilishop bietet viele verschiedene Pflanzenarten an. Darunter sind auch ca. 300 Sorten Paprika/Chili. Recht große Auswahl mit allem, was das Herz begehrt. Die Preise sind dabei sehr niedrig, ab 1€ kann man schon Saatgut erstehen. Im Durchschnitt liegt man bei 1,50€ pro Tütchen und auch die Versandkosten sind mit 1,30€ sehr günstig.
(Gutschein Code: Neukunde gibt 15% Rabatt)

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Sonntag, 7. Februar 2016

How To: Aussaat, Keimung, Anzucht, Pikieren

Mal ein kleines Tutorial bzw. How-To zum Thema Aussaat, Anzucht und Pikieren.



Dieses How-To soll als Empfehlung bzw. Anregung gesehen werden, die auf meinen Erfahrungen beruht. Sicher macht das jeder etwas anders, bzw. auf seine Weise. Ich habe mit meinen Methoden jedenfalls immer gute Ergebnisse erzielt. Meinungen, Tipps und Hinweise können gerne in den Kommentaren abgegeben werden.

Aussaat:


Als erstes benötigt man natürlich Saatgut, welches man sich entweder durch Tausch in Chiliforen / Facebookgruppen oder auf einschlägigen Internetseiten besorgen kann. Besonders erwähnenswert sind hier Semillas, der Pepperworld Hot Shop und der Onlineshop von Chilifood.

Eine komplette Liste empfehlenswerter Shops habe ich hier zusammengesammelt:




Beginn der Anzucht sollte irgendwann im Januar/Februar sein, da manche Sorten durchaus 4 Monate bis zur Fruchtreife benötigen und auch die Keimung je nach Bedingungen auch bis zu 8 Wochen dauern kann.


Empfohlenes Equipment:
  • Eiswürfelbehälter
  • Pinzette
  • Pikierset
  • Spritze


Das Saatgut sollte man zunächst für ca. 24 Stunden einweichen. Hier reicht eigentlich einfaches Wasser aus. Manche schwören auf Kamillentee (natürlich erst abgekühlt), weil er angeblich keimtötende Wirkung hat. Halte davon mittlerweile nicht mehr allzuviel, da so ein Tee nach ein paar Stunden bereits selbst zum Keimherd wird und dann wohl eher einen gegenteiligen Effekt hat. Ich persönlich nutze Salpeter (KNO3), welches die Samenhülle besser aufweicht und auch die Keimlinge etwas kräftiger macht.





Gibt es entweder in der Apotheke, oder bestellt man einfach bei Semillas mit. Auf 100ml Wasser gibt man 1g Salpeter.

Als Bewässerungsstation nutze ich einfache Eiswürfelbehälter und führe eine Liste, damit man die Sorten auch weiterhin zuordnen kann. Die Liste ist mit Excel verfasst und kann gerne über diesen Link heruntergeladen werden: https://www.dropbox.com/s/aucbbwpgtgxzhvl/Eisw%C3%BCrfel.xlsx?dl=0



Ggf. muss sie dann eben für die verwendeten Behälter angepasst werden. Die Samen verteilen und mit der Spritze die salpeterlösung zufügen. Samen komplett bedecken und nach Möglichkeit untertauchen.

Nach dem Einweichen gibt es zwei verschiedene Keimmethoden, die beide gut funktionieren.

Man spült die Samen mit klarem Wasser ab und legt sie auf ein feuchtes Küchenkrepp. Dieses plaziert man in einer kleinen Schale oder auf einem Teller und spannt etwas Klarsichtfolie drüber. So hat man sich ein kleines Gewächshaus gebastelt und hält die Feuchtigkeit drin. Anschließend warm stellen, ca. 25-30°C.
Der Vorteil dieser Methode ist, dass man sofort sieht wenn gekeimt ist und man nur gekeimte Saat in die Erde steckt. Für die Ungeduldigen vielleicht die bessere Variante.
Man kann die Samen natürlich auch direkt in die Erde legen und diesen Schritt überspringen.




Um die Samen in die Erde zu bringen, empfiehlt sich ein sogenanntes Pikierset, welches für wenig Geld im Fachhandel angeboten wird.


Als Erde nutze ich torffreie Anzuchterde von Neudorff, die sehr locker ist und mit der ich gute Erfahrungen gemacht habe. Anzuchterde hat weniger Nährstoffe als Blumenerde, was einerseits die zarten ersten Wurzeln des Sämlings nicht durch zuviel Dünger "verbrennt" und gleichzeitig die Wurzelbildung der Pflanze anregt, die sich ja auf Nährstoffsuche macht. So ein Beutel reicht mir locker 2-3 Jahre, was die Erde bei guter Lagerung auch locker mitmacht. Zur Anzucht nutze ich gerne die stabilen Töpfe von Goetzpflanzenzubehör.de in Größe 6. Diese sind wesentlich fester als die "Container", die beim Draufdrücken sofort brechen.




Die eckigen Töpfchen haben außerdem den großen Vorteil, dass sie platzsparend aufgestellt und jahrelang wiederverwendet werden können. Von Quelltabs (auch als Jiffy bekannt), halte ich gar nichts. Die Feuchtigkeit hält sich bei den Tabs ewig, wodurch Schimmel fast unvermeidlich ist.


Man bohrt nun also mit dem kegelförmigen Pikierstab ca. 1-2cm tiefe Löcher in die Erde und legt je ein Samenkorn hinein. Wer sich das Pikieren sparen will, der kann natürlich auch nur ein Korn pro Töpfchen ausbringen.


 Anschließend leicht mit Erde bedecken und angießen. Generell gilt: Erde nie fest drücken, immer schön locker und luftig lassen. Chilis mögen fluffiges Substrat, die Wurzeln haben es leichter sich auszubreiten.



Angegossen wird mit Algan Wachstumshilfe von Neudorff. Das Braunalgenextrakt hilft dem Keimling mit Spurenelementen und Vitaminen, darf aber nicht mit einem richtigen Dünger verglichen werden. Ist nur zur Unterstützung und Kräftigung der kleinen Pflanze gedacht. Sehr wichtig sind natürlich auch Löcher im Boden des Behältnisses, damit überschüssiges Wasser abfließen kann. Chilis mögen keine Staunässe, deshalb niemals in einer Pfütze stehen lassen!





Keimung:


Entscheidend für eine optimale Keimung ist eine Temperatur zwischen 25-30°C und eine relativ hohe Luftfeuchte. Um das zu erreichen, empfiehlt sich folgendes Equipment:
Von den oben genannten Töpfchen in Größe 6 bekommt man genau 28 Stück ins Mini-GWH.



Damit man den Überblick behält, habe ich mir auch dafür eine Excelvorlage gebastelt. Unter diesem Link gerne abrufbar: https://www.dropbox.com/s/14gyh2t2422ks9z/Anzuchtkasten.xlsx?dl=0

Anschließend kommt der Deckel aufs GWH und das ganze Ding auf die Heizmatte.


Die Temperatur wird mit einem günstigen Außenthermometer gemessen und ggfs. mit einer Zeitschaltuhr geregelt.


Jetzt heißt es geduldig abwarten. Manche sind schnell und zeigen sich bereits nach wenigen Tagen, andere keimen auch mal gerne erst nach 4-6 Wochen. Hier muss man der Natur nun einfach etwas Zeit geben.


Pikieren:


Sind nun mehrere Pflänzchen in einem Topf gekeimt, wird vereinzelt. Sobald sich das erste, richtige Blattpaar entwickelt hat, ist es Zeit dafür.
Man sieht im Bild links auch bereits, dass sich Wurzeln unten aus dem Behälter schieben. Ein weiterer Indikator dafür, dass man umtopfen sollte.

Generell gilt: Je früher, desto besser. Die Pflanze verkraftet das Umtopfen ohne weiteres auch mit Keimblättern. Zur Sicherheit warte ich aber auf ein paar ordentliche Wurzeln und eine kräftige, gefestigte Pflanze mit richtigen Blättern.












Die Sämlinge werden mit dem zweiten Pikierstab aus dem Set gelockert und entfernt. Dazu kann man auch das Töpfchen umdrehen und leicht von allen Seiten drücken. Die Erde lockert und löst sich mitsamt dem Wurzelgeflecht dann aus.


Man muss hier nicht extrem vorsichtig sein, ein par verletzte Wurzeln regen die Pflanze nur zu neuem Wachstum an.


Der nächste Topf stammt bei mir auch aus dem Hause Goetz. Diesmal die Größe 11. Genau wie bei der Aussaat wird hier wieder locker mit Erde befüllt, diesmal aber schon mit richtig vorgedüngter Blumenerde. Chilis sind Starkzehrer und können mit der Düngerladung durchaus umgehen.


Als Substrat kommt eine Mischung aus TKS2 (Torfkultursubstrat) und Perlite zum Einsatz. Letzteres sorgt für lockere Erde und fungiert als Wasserspeicher (ähnlich Seramis). Achtung: Es gibt zwei Varianten am Markt, einmal Perligran für den Gartenbau und einmal Isoself für den Hausbau. Isoself kann durchaus mit Schadstoffen belastet sein und hat in der Erde nichts zu suchen!






In den locker befüllten Topf bohrt man dann mit dem Pikierstab wieder ein Loch für die Pflanze und setzt diese vorsichtig ein. Leicht andrücken und wieder mit Algan Wachstumshilfe angießen.




Den Sämling dabei ruhig etwas tiefer eingraben, bis knapp unter die Blätter. Das schafft Stabilität und am Stengel bilden sich neue Wurzeln aus.



http://www.chili-shop24.de/?sPartner=he72gskjs8
https://www.adcell.de/promotion/click/promoId/112565/slotId/67932?param0=https://www.pepperworldhotshop.deWer jetzt auf den Geschmack gekommen ist und selbst loslegen möchte; Material zur Aussaat gibt es bei Chilifood oder Pepperworld zu günstigen Preisen.






Heizmatte