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Dienstag, 26. November 2019

Saison 2020 prinzipiell gestartet

Nachdem der Nachtfrost ja bereits am 24. Oktober alles dahin gerafft hatte, habe ich mir trotzdem noch die Mühe gemacht und die Rocoto Manzano nach drinnen verfrachtet.


Vorgefunden habe ich sie ja leider so:


Ich war also sehr gespannt, ob noch genug Leben in den Ästen steckte, um nochmal auszutreiben. Also habe ich sie aus der 90 Liter Wanne zurück in einen ca. 10 Liter fassenden Topf gepflanzt. Jede Menge Wurzeln und Triebe mussten dabei dran glauben.

Jetzt, ca. 1 Monat später zeigen sich die ersten frischen Blätter wieder. Es steckt also noch Leben drin, und ich kann eventuell mit Rocozilla II weitermachen.

















Würde mir wirklich gut gefallen, da sie schon in ihrem ersten Jahr einen sehr kräftigen Stamm entwickelt hat und sich auch recht früh massiv verzweigt hat. Das würde für die nächsten Jahre gute Stabilität bringen und den Rückschnitt einfach machen. Da lässt sie sich dann jedes Jahr wieder gut klein halten in der Wohnung.




















Außerdem sind die auch bereits Anfang Oktober geschnittenen Stecklinge bereit zum Einpflanzen. Ich hatte es diesmal auf zwei Weisen versucht. Zwei Jungtriebe habe ich direkt in die Erde gesteckt und immer gut feucht gehalten. Leider hat das auch diesmal wieder überhaupt nicht geklappt. Die anderen habe ich wie gewohnt in ein undurchsichtiges Gefäß mit Wasser gestellt. Man muss nur höllisch auf Blattläuse achten, da die dann den letzten vorhandenen Saft aus dem Steckling saugen und er abstirbt.


Wie man sieht ist mir das dieses Jahr auch wieder gut geglückt und einige haben Wurzeln ausgetrieben.


Die werden jetzt demnächst in der Erde verschwinden und wurzeln da hoffentlich gut an.

Dann geht es noch an die Sortenauswahl für die frische Aussaat. Hier werde ich wohl größtenteils auf meinen Fundus zurückgreifen.

Ich möchte ja die Locoto X Ulupica Variante weiter stabilisieren, die bei mir gelbe, kleine Früchte hervorgebracht hat. Da wird es also schon ein paar Pflanzen davon geben.



Dazu hat mir ja Jukka Kilpinen von Fatalii Seeds zu seiner Grow Anleitung netterweise einige sehr interessante Sorten spendiert.

Noch habe ich mir aber keine genauen Gedanken gemacht, ist ja auch noch etwa einen Monat hin.

Sonntag, 13. Januar 2019

Aussaat Teil 2

Heute ist wieder ein guter Zeitpunkt zur Aussaat. Der Mond nimmt zu und es ist Widder. Somit ein Feuerzeichen und ein perfekter Tag für Fruchtpflanzen.

Deshalb habe ich die restlichen Samen versenkt.


Wie immer nach meiner Eiswürfelbox-Vorlage, die ich ja zum Download bereit stelle.

Das Saatgut darf jetzt erstmal bis morgen in Salpeter (KNO3) schwimmen und dabei etwas aufweichen. Dann geht es wieder ab in die Erde.

Meine Rocotos und Chinensen sind ja bereits seit Dezember am Wachsen, denen geht es bisher sehr gut. Leider hat sich keine Tabasco gezeigt, weshalb ich nun nochmal drei etwas ältere Samen ausgesetzt habe. Irgendwie habe ich mit dieser Sorte kein Glück. Auch Chinchi Uchu habe ich nochmal nachgelegt, hier war das Saatgut auch bereits etwas älter.


Gekeimt sind bisher:


  • 3x Brown Rocoto
  • 5x Rocozilla
  • 3x 7Pot Primo X Butch T
  • 2x Ulupica X Locoto
Superchinensen habe ich zwar als Stecklinge, ich wollte aber mal den Versuch wagen, ein paar Samen davon auszusäen. Bin gespannt, was dabei rauskommt. (Es handelt sich ja um eine Kreuzung).

Außerdem sind noch zwei Sorten dazu gekommen. Amachito Rosso und Peperone Saltillo.


Ich war etwas verwundert, wie die Peperone Saltillo Saat aussieht. Anscheinend sind die Samen mit irgendwas behandelt worden. Sie schimmern irgendwie Schwarz.



Hierzu irgendjemand eine Idee?




Sonntag, 30. Dezember 2018

Jahresendpost 2018, Fazit und Ausblick

Das Jahr ist wieder einmal rum und hiermit folgt der große Fazitpost des Jahres.

Die Saison war lang, sehr ertragreich und man hat auch aus dem großen Chilipflanzenvergleich einiges lernen können. Der Chiliforums-Kalender für nächstes Jahr ist gesichert (einige wenige Exemplare kann man hier übrigens noch erwerben) und die Anzucht ist auch bereits gestartet mit den Rocotos und Chinensen.





Die Superchinensenstecklinge sind wieder in der Erde, wachsen gut an und wollen sogar schon wieder blühen.



Bei Aldi Süd gab es indes zum Jahreswechsel noch Geschirrtücher mit Chilimotiv für 4.99€. Vielen Dank an meine Frau, die sie mir mal wieder mitgebracht hat, wie so viele andere scharfe Dinge auch.



Vielen Dank für die Unterstützung meiner Sucht und der Möglichkeit weiterer Produkttests. 570 davon sind mittlerweile online und es ist kein Ende in Sicht.
Es ist jedenfalls noch genug da:




Apropos Tests:

Ich habe mich desweiteren dazu entschlossen, bei meinem Produktbewertungen jetzt auf ein Fünf-Sternesystem umzustellen, statt eine einzelne Kaufempfehlung auszusprechen. Damit lässt sich dann doch noch etwas genauer abstufen, inwieweit das Produkt kaufbar ist.



Außerdem muss ich nun wohl jeden Produkttest aus rechtlichen Gründen mit *Werbung* kennzeichnen. Dabei ist egal, ob ich das Produkt selbst eingekauft, oder zum Testen gratis erhalten habe. Es geht hier eher um die Markennennung.

Sollte jemand noch etwas vermissen, Vorschläge oder Verbesserungsideen haben, dann bitte immer gerne in die Kommentare damit. Ich würde die Auflistung der Tests z.B. gerne etwas übersichtlicher gestalten, habe dazu aber nicht wirklich eine Idee. Eventuell noch nach Kategorien sortiert?

Einige große Jubiläen stehen nächstes Jahr an. Dazu gehört z.b. das zehnjährige Blog Jubiläum,  meine Facebook-Seite nähert sich der 1000 Mitgliedermarke und auch die Internetseite chilihead77.de hat jetzt fast eine Million Aufrufe gesammelt. Für die Unterstützung möchte ich mich auf jeden Fall noch mal recht herzlich bei euch bedanken.

Weitere How-To Posts als Hilfe zum Chilianbau sind auch wieder geplant. Ich werde noch auf Dünger und Beleuchtung eingehen und Versuche zur Keimung machen.

Es geht also auch in 2019 weiter und hoffentlich bleiben mir meine Leser erhalten.


Ich wünsche allen Chili Bauern ein erfolgreiches neues Jahr 2019 mit einer super tollen Saison und einer reichhaltigen Chili Ernte. Rutscht gut rüber!

Montag, 1. Oktober 2018

Stecklinge geschnitten

Da die Temperaturen langsam bedrohlich werden, habe ich schonmal die Stecklinge der Superchinensen abgenommen.

Die Kreuzung kann ja leider nicht direkt aus den Samen gezogen werden, deshalb kommen wie jedes Jahr ein paar Triebe in den Tonkrug.


Die frischen Triebe sind eben leider auch das erste, was der Frost sich holt. Deshalb bin ich da relativ frühzeitig dran, um mir die "Sorte" zu sichern.

Eine genaue Anleitung zum Stecklinge schneiden und Anziehen habe ich in den How-To's hinterlegt:



Als Beleuchtung kommt eine 12 Watt Pflanzenlampe zum Einsatz, mit der ich bisher gute Erfahrungen gemacht habe.

Die gibt es sehr günstig bei Amazon zu kaufen:



Donnerstag, 18. Januar 2018

Keimphase abgeschlossen

Mittlerweile ist von jeder Sorte mindestens ein Pflänzchen gekeimt, Zeit die Heizmatte wieder abzustellen. Die restliche Aussaat bleibt aber trotzdem noch im Mini-GWH stehen, eventuell rührt sich ja doch noch was.

Einen Nachzügler kann ich noch vermelden. Am 16.01. keimte eine Costa Rican Red Rocoto.


Aktuell haben einige Sämlinge sogar schon das erste echte Blattpaar entwickelt. Es geht also gut voran.

Sehr erfreulich ist auch, dass die Comapeño, die sich den Kopf selbst abgerissen hat, wohl doch überlebt. Der kleine Kämpfer entwickelt glatt ein Blatt:


Somit sind auch wirklich alle Sorten komplett, die ich für 2018 ausgesät habe.

Zwei der Superchinensenstecklinge sind auch gut angewachsen und schieben bereits frisches Blattwerk nach.


Ich kann also bisher recht zufrieden sein.

Fehlen eigentlich nur noch die bestellten Chilis von Chilifood und dem Pepperworld Hot Shop. Das dauert aber noch bis April.

Sonntag, 31. Dezember 2017

Unter die Erde

Nach dem 24stündigen Salpeterbad ging es gestern Abend noch in die Erde mit dem Saatgut.



Ich nutze hier die Töpfchen der Firma Götz Pflanzenzubehör, weil davon genau 28 Stück in das Mini-GWH passen. So kann jeder Samen sein eigenes Töpfchen bewohnen und ich spare mir das erste pikieren.

Als Substrat dient diesmal eine Mischung aus Anzuchterde und meiner Endtopferde bestehend aus TKS2 und Perlite sowie etwas Urgesteinsmehl.

Jedes Töpfchen bis zum Rand befüllt und mit dem Pikierstab ein kleines, etwa 1 cm tiefes Loch gegraben, Samen gewaschen und eingeworfen.

Dann wieder verschlossen und ab ins Mini-GWH auf die Heizmatte.

Genaueres kann man in meinem How-To: Anzucht, Pikieren, Aussaat lesen.



Als Dokumentation kommt wieder meine Excel-Liste zum Einsatz, die ich auch gerne zum Download bereitstelle:


Jetzt heißt es abwarten und Tee trinken.


Zeitgleich habe ich noch die Stecklinge verpflanzt, die bereits Wurzeln angesetzt haben.





Einer davon ist leider etwas untergegangen (im wahrsten Sinne des Wortes) und hat sämtliche Blätter verloren. Da man aber bereits wieder neues Wachstum sieht, gebe ich ihm natürlich auch eine Chance.



Wird er schon schaffen, der Kleine!







Freitag, 29. September 2017

How To: Stecklinge schneiden



Möchte man auf Nummer sicher gehen und das Erbgut einer Pflanze zu 100% erhalten, dann führt kein Weg an Stecklingen vorbei. 

Lässt man einen jungen Trieb einer Chili Wurzeln bilden, hat man die Pflanze sortenrein vermehrt. Dies bietet sich besonders bei Kreuzungen an, wenn man zum Stabilisieren keine Zeit/Platz hat.

In meinem Fall sind das die berühmten Superchinensen von Jens aus dem Erzgebirge. Die Zufallskreuzung aus (vermutlich) Capsicum Baccatum und Capsicum Chinense ist ein wahrer Massenträger und bringt Früchte mit ganz extremem Chinensearoma hervor. Zum Stabilisieren der Kreuzung fehlt mir die Zeit und der Platz, also werden jedes Jahr wieder Stecklinge genommen. 


Das Schneiden:

Macht man am besten noch bevor es richtig kalt wird, also die Temperaturen unter 5°C sinken. Sonst sind die Pflanzen schon stark geschwächt, bekommen eventuell Krankheiten und werfen Blätter ab, weil sie den Saft schon aus den Trieben ziehen. Also möglichst noch vor Ende September schneiden.


Man wählt sich einige frische Triebe aus, die man auf etwa 10-15cm Länge mit einer scharfen Schere oder einem Messer abschneidet. Ansonsten quetscht man die Kanäle zu stark und die Pflanze kann kein Wasser mehr aufnehmen.




Das Vorbereiten:

Anschließend entfernt man sämtliche Blütenansätze, Früchte und die unteren Blätter.


Die Früchte und Blüten müssen ab, da der Trieb sich um die Wurzelbildung und nicht um Fortpflanzung kümmern soll. Die unteren Blätter würden im Wasser eh nur faulen.



Die Wurzelbildung:

Dann nimmt man sich ein möglichst blickdichtes, dunkles Gefäß, da Wurzeln sich ja im Dunkeln in der Erde bilden. In meinem Fall ist das ein alter Tonkrug:


Diesen füllt man mit frischen Leitungs-, oder stillem Mineralwasser. Die Stecklinge rein und an einen hellen, warmen Ort stellen.


Da das Fensterbrett bei mir immer recht kühl ist, habe ich als kleine Unterstützung noch eine Terrarienheizmatte daruntergelegt. Diese wird nur lauwarm, hält die Temperatur aber etwas höher und es bilden sich schneller Wurzeln.




Nach einiger Zeit bilden sich dann kleine weiße Erhebungen. Daraus kommen dann irgendwann die Wurzeln. Dies kann einige Wochen, aber auch durchaus mehrere Monate dauern, je nach Temperatur und Wohlbefinden der Pflanze. 

Das Wasser in dieser Zeit immer nur nachfüllen, nicht auswechseln. Auch eine Schleimbildung am Stengel ist normal. 

Die Blätter natürlich auch immer wieder akribisch nach Schädlingen, insbesondere Blattläusen absuchen. 
Reagiert man hier zu spät, ist der Pflanzensaft ausgesaugt und der Steckling stirbt ab.



Das Einpflanzen:

Die Wurzeln kann man dann ruhig wachsen lassen, ich pflanze meine Triebe erst im Frühjahr wieder in die Erde. Dann sieht das ungefähr so aus:



Hier ist nun eigentlich nichts mehr zu beachten. Man nehme etwas Erde, einen geeigneten Topf und setze den Steckling ein. Gut angießen und ans Licht stellen.

Donnerstag, 27. April 2017

Chilifest bei Fireland Foods am 1. Mai

Es gibt neue Informationen zum anstehenden Chilifest in Österreich. Fireland Foods weiht ganz offiziell die neu erbaute Chili-Erlebniswelt in St. Pölten ein.

Hier der konkrete Eventplan:


Ich freue mich sehr darauf, den Geschäftsführer Richard Fohringer mal wieder zu treffen. Die Produkte von Fireland Foods sind durch die Bank sehr hochwertig und lecker, einige davon findet man ja bereits in meinen Produkttests wieder.

Außerdem bin ich auf die Erlebniswelt selbst und die Führung durch die heiligen Hallen gespannt. Eventuell hüpft mir ja auch noch ein Pflänzchen in den Warenkorb.

Eindrücke der Feste aus den letzten Jahren habe ich unten verlinkt.

Vielleicht treffe ich dort ja auch ein paar bekannte Gesichter, eventuell ja auch den Mann hinter C.I.A. (Chili Insane Austria), der mich schon öfter mit Leckereien beschenkt hat. Zuletzt z.B. mit scharfer Wurst, die einfach extrem lecker ist:


Unterwegs zum Fest werde ich dann bei einem guten Freund noch einige meiner übrig gebliebenen Pflanzen los, die ich kurz vorher noch schnell umgetopft habe:


Außerdem ging ein Superchinense-Steckling nun endlich wieder zurück zum "Erfinder" ins Erzgebirge. Die Temperaturen ließen endlich einen postalischen Transport zu und sie ist dort auch wohlbehalten angekommen. Meinen geht es indes immer noch hervorragend, ich kann sogar wieder ernten:



Also, wer Lust hat, soll sich doch bitte nach Österreich zum Fest begeben, es wird sicher wieder großartig.

Die Links zu den Vorjahren:

Chilifest Fireland Foods 26.09.2015 in Wieselburg

Chilifest Ruprechtshofen 27.09.2014

 

Wer nicht nach Österreich kann, der sollte sich zumindest mal die Produkte von Fireland Foods ansehen. Diese gibt es im hauseigenen Online-Shop oder in Deutschland auch bequem im Pepperworld Hot Shop:


Pepperworld Hot Shop

Samstag, 22. April 2017

Update 22.04.2017

Leider gestaltet sich das "An-die-Sonne-gewöhnen" gerade etwas schwierig, die Temperaturen sind im Keller und es schneit bzw. regnet. Also gibt es nur die geballte Ladung Kunstlicht, was den Pflanzen sichtlich gut tut. Die Sipka Weiße Scharfe gibt richtig Gas, blüht und fruchtet überall:



Auch der Rest schießt richtig und ich muß die Lampe schon höher hängen.



Mein Rocozilla-Nachwuchs wird auch so langsam,


während die Stecklinge dringend von der Lampe weg und ans Fenster ziehen müssen. Die sind einfach uferlos mittlerweile:


Die Nachzügler bzw. Tauschpflanzen müssen alsbald umgetopft werden. Werde ich wohl morgen mal angehen.


Wer noch was braucht, kann sich gerne melden.