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Samstag, 18. Februar 2023

Es wächst

Etwa einen Monat nach der Aussaat kann ich durchaus recht zufrieden sein. Die Keimlinge haben sich gut entwickelt und können bald in größere Töpfe umziehen. Eine erste, leichte Düngung haben sie auch schon erhalten, da das Gemisch aus Anzuchterde und TKS2 doch etwas wenig Nährstoffe bereitstellt.


Ein Sorgenkind ist leider die Aribibi Gusano, die sich auch nach einem Monat kaum verändert hat. 


Dem musste ich natürlich mal auf den Grund gehen und habe sie vorsichtig ausgegraben. Leider hat sie keinerlei Wurzeln gebildet. Ich dachte schon, der Keimling steckt noch in der Samenhülle in der Erde fest, dem war aber nicht so. Ich habe sie trotzdem wieder eingegraben und hoffe, sie bildet nach der Störung nun doch ein Wurzelwerk aus. Ansonsten wird sie leider entsorgt werden müssen.

Die Supermarkt Paprika aus Marokko hat sich indes super weiterentwickelt und es sind noch einige mehr gekeimt, sodass ich hier auch bald pikieren muss und mir die kräftigsten Pflanzen aussuchen werde.


Da bin ich mal sehr gespannt, ob die dann auch so extra scharf werden.

Von der Aji Patillo ist weiterhin nichts gekeimt. Ich habe hier sogar noch einmal zwei Samen nachgelegt und auch die sind bisher nicht gekommen. Sehr schade, aber Sorten habe ich durchaus genug für diese Saison. Klappt eben nicht immer.

Mittwoch, 3. Februar 2021

Umgetopft 2021

Nachdem sich die ersten Blattpaare gezeigt haben, habe ich den Großteil der Keimlinge umgetopft. 



Hochinteressant finde ich dabei die "Big Red Mama", die ich letztes Jahr angepflanzt hatte. Diese hat ja lustigerweise braune Früchte produziert, weshalb ich die Samen gesichert und diese neue ausgesät habe. 

 

Wie man sieht, sind jetzt sogar die Blätter dunkel gefärbt. Es wird also immer spannender und ich freue mich schon sehr auf das Endergebnis. 

Das Substrat besteht übrigens wie immer aus der Perlite/TKS2 Mischung. Gearbeitet wird mit einem Pikierset, um die Pflanzen möglichst einfach aus den Töpfen zu bekommen.

Jetzt stehen sie in ihren 11 cm Töpfen und warten auf bessere Zeiten.


Leider scheine ich mit den Stecklingen nicht so viel Glück zu haben. Diese sind seit Monaten im Wasser, sogar auf einer kleinen Heizmatte, setzen aber kaum Wurzeln an. Trotzdem habe ich nun zwei Stück in die Erde gesetzt und hoffe darauf, dass sie anwachsen. Die Superchinensen wären mir schon sehr wichtig.

Außerdem keimt die gelbe F2 Version der Ulupica X Locoto mal wieder nicht. Ich werde also wohl den Überwinterer behalten und versuche dieses Jahr noch einmal, Saatgut zu sichern.


Eine große Auswahl an Umtopfmaterial gibt es natürlich auch bei folgenden Anbietern:





Garten Schlüter




Pepperworld Hot Shop



Sonntag, 24. März 2019

Sonntagsupdate Chilipflanzen

Nun mal wieder ein Pflanzenupdate zwischendurch. Es sind jetzt fast alle Chilis pikiert und vereinzelt. Nur die Nachzügler sind noch in den kleinen 4,5cm Anzuchttöpfen.

Ein Überblick:



Die im Dezember gesäten Rocotos gehen schon voll ab und blühen. Außerdem entwachsen sie so langsam ihren 11cm Schuhen. Wird wohl nochmal umgetopft, bevor es im Mai endlich raus geht.

Die Superchinense ist natürlich wieder mal nicht zu toppen:


Außerdem habe ich heute das Pufflicht aktiviert und einige Pflanzen aussortiert, die dann an Bedürftige weiter gegeben werden.



Zum Vereinzeln der Pflanzen empfiehlt sich übrigens ein Pikierwerkzeug:


Zum Glück ist auch noch meine erwartete Perlite Lieferung angekommen. Das Lavagestein lockert den Boden auf und speichert etwas Wasser. Chilis mögen luftige Wurzeln. Das Zeug wird dann mit etwa 20% Anteil in das Endsubstrat eingebunden.


Man sollte hier wirklich Perligran extra für Pflanzen kaufen, kein Isoself. Das Isoself wird beim Hausbau verwendet und man weiß hier nie, mit was es behandelt worden ist.




Samstag, 11. März 2017

Nochmal umgetopft und pikiert

Nach einer tollen Aussaat und einer hohen Keimrate von ca. 81% dachte ich eigentlich an ein sehr gutes Jahr.

Leider hat sich ja nun meine 9 Jahre alte Rocoto verabschiedet und die Keimlinge wuchsen irgendwie nicht mehr.

Wieder was dazu gelernt: Benutze keine 2 Jahre alte Anzuchterde mehr!

Es scheint ein großer Nährstoffmangel zu herrschen, da die ersten echten Blätter der Jungpflanzen fast ausnahmslos gelb daher kamen.



Also schnell zum Baumarkt und neue Anzuchterde von Compo Sana geholt, da ich meine Neudorff Kräuter- und Aussaaterde sonst im Internet bestellen müßte und mir das in diesem Notfall zu lange gedauert hätte.

Pikiert mußte ja sowieso noch werden, also ging es schnell ans Werk:


Man sieht auch an diesem Beispiel sehr schön, dass da kaum Wachstum an den Wurzeln stattgefunden hat:


Ich hoffe, dass die Kandidaten nun in der neuen Anzuchterde endlich durchstarten:


Zu sehen ist nach einer knappen Woche in der neuen Erde auf jeden Fall schon eine kleine Verbesserung.

Links frisch pikiert, rechts dann nach ein paar Tagen. Besonders ganz unten links sind die Blätter etwas gewachsen und vor allem wesentlich grüner geworden.




Die Pflänzchen sind auf Grund des Rückschlags aber immer noch recht klein. Das zeigt mir wieder, dass ich doch wieder etwas früher aussäen sollte. Ist zwar noch genug Zeit bis zum Endtopf im Mai, aber man weiß ja nie was unvorhergesehenes passiert.

Wenigstens macht die Superchinense einen guten Eindruck und blüht wie blöd:


Ganz so schlecht sieht es also für die Saison 2017 noch nicht aus. Die letzten beiden Stecklinge die noch im Krug standen, habe ich nun auch eingepflanzt. Dafür gibt es auch schon einen Abnehmer.


Dann hoffe ich mal auf weiterhin gutes Wachstum.








Mittwoch, 17. Februar 2016

Umgetopft

Ca. einen Monat stehen die Pflanzen nun in den Anzuchttöpfen. Höchste Zeit, die Schuhe etwas zu vergrößern. Noch wichtiger ist dabei natürlich das Trennen (Pikieren) der Chilis, wenn sich mehrere in einem Gefäß befinden. Nur so können sie sich optimal entwickeln, weiter wachsen und ihre Wurzeln richtig ausbreiten.


Ich nutze als Substrat eine Mischung aus TKS2 und Perlite, mittlerweile vertragen die Kleinen auch schon etwas stärker vorgedüngte Erde. Merkt man auch gleich am einsetzenden Wachstumsschub.

Die neuen Töpfe haben ca. 10x10x10cm und müssen nun bis Mai ausreichen. Nicht ganz optimal, aber aus Platzgründen nicht anders machbar.



8 Stück passen in eine Anzuchtschale und stehen nun wieder unter der Beleuchtung.


Besonders die Baccatums schieben gleich fröhlich an:


Angegossen mit etwas Algan Wachstumshilfe gibt es nun alle 2 Tage ca. 20ml Wasser. Nur nicht zu feucht halten, das mögen Chilis gar nicht und fördert nur das Trauermückenwachstum.


Meine Explosive Ember für den Wettbewerb bekommt unterdessen schon die ersten Knospen und mußte nun ans Fenster ausweichen.


Die Blattlaus auf obigem Bild wurde natürlich sofort vernichtet ;)

Der Superchinensesteckling gibt weiterhin alles und blüht ohne Ende. Sogar einen Fruchtansatz konnte ich schon entdecken. Da weiß man wieder, warum ich diese "Sorte" unbedingt behalten möchte.


Sonntag, 7. Februar 2016

How To: Aussaat, Keimung, Anzucht, Pikieren

Mal ein kleines Tutorial bzw. How-To zum Thema Aussaat, Anzucht und Pikieren.



Dieses How-To soll als Empfehlung bzw. Anregung gesehen werden, die auf meinen Erfahrungen beruht. Sicher macht das jeder etwas anders, bzw. auf seine Weise. Ich habe mit meinen Methoden jedenfalls immer gute Ergebnisse erzielt. Meinungen, Tipps und Hinweise können gerne in den Kommentaren abgegeben werden.

Aussaat:


Als erstes benötigt man natürlich Saatgut, welches man sich entweder durch Tausch in Chiliforen / Facebookgruppen oder auf einschlägigen Internetseiten besorgen kann. Besonders erwähnenswert sind hier Semillas, der Pepperworld Hot Shop und der Onlineshop von Chilifood.

Eine komplette Liste empfehlenswerter Shops habe ich hier zusammengesammelt:




Beginn der Anzucht sollte irgendwann im Januar/Februar sein, da manche Sorten durchaus 4 Monate bis zur Fruchtreife benötigen und auch die Keimung je nach Bedingungen auch bis zu 8 Wochen dauern kann.


Empfohlenes Equipment:
  • Eiswürfelbehälter
  • Pinzette
  • Pikierset
  • Spritze


Das Saatgut sollte man zunächst für ca. 24 Stunden einweichen. Hier reicht eigentlich einfaches Wasser aus. Manche schwören auf Kamillentee (natürlich erst abgekühlt), weil er angeblich keimtötende Wirkung hat. Halte davon mittlerweile nicht mehr allzuviel, da so ein Tee nach ein paar Stunden bereits selbst zum Keimherd wird und dann wohl eher einen gegenteiligen Effekt hat. Ich persönlich nutze Salpeter (KNO3), welches die Samenhülle besser aufweicht und auch die Keimlinge etwas kräftiger macht.





Gibt es entweder in der Apotheke, oder bestellt man einfach bei Semillas mit. Auf 100ml Wasser gibt man 1g Salpeter.

Als Bewässerungsstation nutze ich einfache Eiswürfelbehälter und führe eine Liste, damit man die Sorten auch weiterhin zuordnen kann. Die Liste ist mit Excel verfasst und kann gerne über diesen Link heruntergeladen werden: https://www.dropbox.com/s/aucbbwpgtgxzhvl/Eisw%C3%BCrfel.xlsx?dl=0



Ggf. muss sie dann eben für die verwendeten Behälter angepasst werden. Die Samen verteilen und mit der Spritze die salpeterlösung zufügen. Samen komplett bedecken und nach Möglichkeit untertauchen.

Nach dem Einweichen gibt es zwei verschiedene Keimmethoden, die beide gut funktionieren.

Man spült die Samen mit klarem Wasser ab und legt sie auf ein feuchtes Küchenkrepp. Dieses plaziert man in einer kleinen Schale oder auf einem Teller und spannt etwas Klarsichtfolie drüber. So hat man sich ein kleines Gewächshaus gebastelt und hält die Feuchtigkeit drin. Anschließend warm stellen, ca. 25-30°C.
Der Vorteil dieser Methode ist, dass man sofort sieht wenn gekeimt ist und man nur gekeimte Saat in die Erde steckt. Für die Ungeduldigen vielleicht die bessere Variante.
Man kann die Samen natürlich auch direkt in die Erde legen und diesen Schritt überspringen.




Um die Samen in die Erde zu bringen, empfiehlt sich ein sogenanntes Pikierset, welches für wenig Geld im Fachhandel angeboten wird.


Als Erde nutze ich torffreie Anzuchterde von Neudorff, die sehr locker ist und mit der ich gute Erfahrungen gemacht habe. Anzuchterde hat weniger Nährstoffe als Blumenerde, was einerseits die zarten ersten Wurzeln des Sämlings nicht durch zuviel Dünger "verbrennt" und gleichzeitig die Wurzelbildung der Pflanze anregt, die sich ja auf Nährstoffsuche macht. So ein Beutel reicht mir locker 2-3 Jahre, was die Erde bei guter Lagerung auch locker mitmacht. Zur Anzucht nutze ich gerne die stabilen Töpfe von Goetzpflanzenzubehör.de in Größe 6. Diese sind wesentlich fester als die "Container", die beim Draufdrücken sofort brechen.




Die eckigen Töpfchen haben außerdem den großen Vorteil, dass sie platzsparend aufgestellt und jahrelang wiederverwendet werden können. Von Quelltabs (auch als Jiffy bekannt), halte ich gar nichts. Die Feuchtigkeit hält sich bei den Tabs ewig, wodurch Schimmel fast unvermeidlich ist.


Man bohrt nun also mit dem kegelförmigen Pikierstab ca. 1-2cm tiefe Löcher in die Erde und legt je ein Samenkorn hinein. Wer sich das Pikieren sparen will, der kann natürlich auch nur ein Korn pro Töpfchen ausbringen.


 Anschließend leicht mit Erde bedecken und angießen. Generell gilt: Erde nie fest drücken, immer schön locker und luftig lassen. Chilis mögen fluffiges Substrat, die Wurzeln haben es leichter sich auszubreiten.



Angegossen wird mit Algan Wachstumshilfe von Neudorff. Das Braunalgenextrakt hilft dem Keimling mit Spurenelementen und Vitaminen, darf aber nicht mit einem richtigen Dünger verglichen werden. Ist nur zur Unterstützung und Kräftigung der kleinen Pflanze gedacht. Sehr wichtig sind natürlich auch Löcher im Boden des Behältnisses, damit überschüssiges Wasser abfließen kann. Chilis mögen keine Staunässe, deshalb niemals in einer Pfütze stehen lassen!





Keimung:


Entscheidend für eine optimale Keimung ist eine Temperatur zwischen 25-30°C und eine relativ hohe Luftfeuchte. Um das zu erreichen, empfiehlt sich folgendes Equipment:
Von den oben genannten Töpfchen in Größe 6 bekommt man genau 28 Stück ins Mini-GWH.



Damit man den Überblick behält, habe ich mir auch dafür eine Excelvorlage gebastelt. Unter diesem Link gerne abrufbar: https://www.dropbox.com/s/14gyh2t2422ks9z/Anzuchtkasten.xlsx?dl=0

Anschließend kommt der Deckel aufs GWH und das ganze Ding auf die Heizmatte.


Die Temperatur wird mit einem günstigen Außenthermometer gemessen und ggfs. mit einer Zeitschaltuhr geregelt.


Jetzt heißt es geduldig abwarten. Manche sind schnell und zeigen sich bereits nach wenigen Tagen, andere keimen auch mal gerne erst nach 4-6 Wochen. Hier muss man der Natur nun einfach etwas Zeit geben.


Pikieren:


Sind nun mehrere Pflänzchen in einem Topf gekeimt, wird vereinzelt. Sobald sich das erste, richtige Blattpaar entwickelt hat, ist es Zeit dafür.
Man sieht im Bild links auch bereits, dass sich Wurzeln unten aus dem Behälter schieben. Ein weiterer Indikator dafür, dass man umtopfen sollte.

Generell gilt: Je früher, desto besser. Die Pflanze verkraftet das Umtopfen ohne weiteres auch mit Keimblättern. Zur Sicherheit warte ich aber auf ein paar ordentliche Wurzeln und eine kräftige, gefestigte Pflanze mit richtigen Blättern.












Die Sämlinge werden mit dem zweiten Pikierstab aus dem Set gelockert und entfernt. Dazu kann man auch das Töpfchen umdrehen und leicht von allen Seiten drücken. Die Erde lockert und löst sich mitsamt dem Wurzelgeflecht dann aus.


Man muss hier nicht extrem vorsichtig sein, ein par verletzte Wurzeln regen die Pflanze nur zu neuem Wachstum an.


Der nächste Topf stammt bei mir auch aus dem Hause Goetz. Diesmal die Größe 11. Genau wie bei der Aussaat wird hier wieder locker mit Erde befüllt, diesmal aber schon mit richtig vorgedüngter Blumenerde. Chilis sind Starkzehrer und können mit der Düngerladung durchaus umgehen.


Als Substrat kommt eine Mischung aus TKS2 (Torfkultursubstrat) und Perlite zum Einsatz. Letzteres sorgt für lockere Erde und fungiert als Wasserspeicher (ähnlich Seramis). Achtung: Es gibt zwei Varianten am Markt, einmal Perligran für den Gartenbau und einmal Isoself für den Hausbau. Isoself kann durchaus mit Schadstoffen belastet sein und hat in der Erde nichts zu suchen!






In den locker befüllten Topf bohrt man dann mit dem Pikierstab wieder ein Loch für die Pflanze und setzt diese vorsichtig ein. Leicht andrücken und wieder mit Algan Wachstumshilfe angießen.




Den Sämling dabei ruhig etwas tiefer eingraben, bis knapp unter die Blätter. Das schafft Stabilität und am Stengel bilden sich neue Wurzeln aus.



http://www.chili-shop24.de/?sPartner=he72gskjs8
https://www.adcell.de/promotion/click/promoId/112565/slotId/67932?param0=https://www.pepperworldhotshop.deWer jetzt auf den Geschmack gekommen ist und selbst loslegen möchte; Material zur Aussaat gibt es bei Chilifood oder Pepperworld zu günstigen Preisen.






Heizmatte