Der Mond steht laut Mondkalender einigermaßen günstig, also habe ich die Aussaat für 2018 angestoßen.
Wie üblich nehme ich dafür meine Eiswürfelbehälter. So kann ich die Sorten einfach trennen und kann sie nicht vermischen. Dokumentiert wird in meiner Excelliste, die ich als Vordruck auch gerne zur Verfügung stelle:
Eiswürfelbehälter - Excel Tabelle - Download
Die Sortenauswahl hat sich von der ersten Planung nun nochmal leicht geändert, da ich ja für den Chilipflanzentest 2018 bei Pepperworld und Chilifood sechs Pflanzen bestellt habe. Somit fällt die Aussaat auch etwas kleiner aus als sonst. In den Behälter kamen jetzt jeweils 3 Samen folgender Sorten:
- Peperone Yucatan
- Peperone Cancun
- Bleeding Heart SLP
- Limón
- Costa Rican Red
- Comapeño
- Thsololo
- Aji Melocoton
Die baden nun für 24 Stunden in Salpeterlösung (KNO3) im Mini-GWH auf der Heizmatte. Genaue Aussaatbeschreibung bitte meinem How-To: Aussat, Anzucht, Pikieren entnehmen.
Nachdem nun Schnee angesagt wurde und die Temperaturen sich dem Bodenfrost nähern, habe ich die letzten Pflanzen entsorgt. Die Rocotos haben noch keine Schäden gezeigt, leider aber auch keine Frucht mehr reif bekommen. Der bereits abgeerntete Rest lag nun ca. 1 Woche zum Nachreifen in der Wärme. Hier hat sich auch noch einiges getan.
Vorher:
Nachher:
Draußen standen nun nur noch eine Superchinense, die Aji Ecuadorian Orange, eine Rocoto Manzano und die angebliche P360, die gar keine ist.
Erfreulich viel hing an der orangenen Aji, auch der Stamm wurde innerhalb eines Jahres extrem dick. Die Sorte hat mir sehr gut gefallen. Hoffentlich reift da auch noch was nach.
Die grünen Rocotos bekommen auch noch ca. 1 Woche Zeit, vielleicht tut sich da ja auch noch was.
Die bereits nachgereiften Früchte habe ich nach meinem Standard-Rezept in Essig eingelegt.
Außerdem ist natürlich die Sortenplanung für 2018 schon in vollem Gang. Bisher sieht die Liste etwa so aus:
- Peperone Cancun
- Peperone Yucatan
- Peperone Saltillo
- Limón
- Aribibi Gusano
- Bleeding Heart SLP
- Comapeño
- Trepadeira do Werner
- Costa Rican Red
- Peter Pepper
- Aji Melocoton
- Thsololo
- Moruga Scorpion
- Bird's Eye Baby
Hierzu habe ich bereits bei Fatalii.net, der Hippy Seed Company und Semillas bestellt. Außerdem stammen ein paar Sorten noch von Harald Zoschke, die muss ich natürlich auch ausprobieren.
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Aber Achtung: Nur bis Ende November und solange der Vorrat reicht.
Nach der Saison ist vor der Saison, deshalb geht es langsam ans Saatgut sammeln für 2018. Hierzu habe ich mir eine besondere Sorte bei Fatalii.net in Finnland bestellt. Die Gelegenheit war gerade güstig, da Jukka auch gerade die signierte Erstausgabe seines neuen Buches "Bonchi" herausgebracht hat.
Dabei handelt es sich um eine 48seitige Anleitung zum Ziehen von Bonsai Chilipflanzen. Rezension des Buches folgt natürlich noch separat.
Ich bedanke mich hiermit auch nochmal herzlich bei Jukka "Fatalii" Kilpinen, der mir großzügigerweise zu meiner bestellten Sorte Thsololo noch weitere Saatgutpäckchen dazu gelegt hat.
Außerdem gab es noch eine kleine Anleitung, wie man Chilis erfolgreich anzieht.
Bekommen habe ich außer der Thsololo noch Marbles, eine Capsicum Annuum Ziersorte ohne Schärfe, eine Moruga Scorpion (Capsicum Chinense) mit 10+++ und Bird's Eye Baby (Annuum) - Schärfegrad 7/10.
Was davon den Weg in die Anzuchtbox findet, wird sich später noch zeigen.
Draußen sieht es mittlerweile nach Sturm und kalten Nächte nicht mehr so rosig aus. Außer den Rocotos zeigen bereits alle Pflanzen die ersten Erfrierungen. Also habe ich nun schonmal die ersten Pflanzen abgeerntet. Alles was einigermaßen Farbe bekommen hat, bzw. noch Chancen drauf hat, wird abgenommen.
Gestartet habe ich mit den Carolina Reaper und Fatalii Jigsaw sowie der Aji Charapita. 333g sind es geworden.
Die dürfen nun noch in der Wärme etwas nachreifen und kommen dann alle in den Dörrer. Leider helfen bei Chilis keine Tricks mit Äpfeln oder Bananen. Der Reifeprozess muss bereits gestartet sein und lässt sich nicht beeinflussen, wie man das von Tomaten kennt.
Was wirklich grün ist, bleibt auch grün.