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Freitag, 31. Mai 2024

Pa Kimchi - Kimchi aus Frühlingszwiebeln

Das Pa Kimchi ist auch als Frühlingszwiebel-Kimchi bekannt und wird nicht so oft zum Essen gereicht, da es etwas teurer in der Herstellung ist, als das übliche Paechu Kimchi aus Chinakohl.

Dafür lässt es sich aber sehr schnell und leicht herstellen, denn einige Arbeitsschritte fallen weg. 

 


Zutaten:



  • 4 Bund Lauchzwiebeln
  • 1/4 Cup Reismehl (30g)
  • 1 1/2 Cup Wasser (ca. 350ml)
  • 1/2 Cup Knoblauch (60g)
  • 2 Tbs Ingwer (20g)
  • 1/2 Cup Zwiebeln (60g)
  • 1/2 Cup Fischsoße
  • 1/4 Cup Zucker (25g)
  • 1/2 Cup Birne oder Apfel (60g)
  • 1 Cup Gochugaru Chili



Hier ist natürlich auch wieder viel Raum für Experimente oder Geheimzutaten, denn jede Familie macht ihr Kimchi etwas anders. Auch die Mengen verstehen sich eher als Anhaltspunkt und können durchaus variiert werden. Manche lassen auch Knoblauch und Ingwer komplett weg.

Zubereitung:

Hier fällt das übliche Salzen und Wässern des Kohls weg, damit auch viel Wartezeit und Spülen. Man schneidet von den Lauchzwiebeln die Wurzeln ab und legt sie in eine Schüssel ab. Wer es etwas handlicher haben möchte, schneidet die Zwiebeln noch quer einmal durch. Dann mit der Fischsoße übergießen und zur Seite stellen.


Weiter geht es mit der Soße. Hierfür das Reismehl ins kalte Wasser rühren und dann erhitzen. Wer kein Reismehl zur Hand hat, kann auch Kartoffelstärke benutzen, es geht hier eigentlich nur um die Bindung und Andickung. Sobald es aufkocht, rührt man noch den Zucker ein. Etwas köcheln lassen, bis es leicht glasig wird und die Konsistenz von Tapetenkleister annimmt.
 

Auch der Topf wird auf die Seite gestellt und darf etwas abkühlen, während man die restlichen Zutaten im Mixer zerkleinert. Knoblauch, Ingwer, Birne und Zwiebeln zusammen mit der Fischsoße aus den Lauchzwiebeln fein pürieren und in eine Schüssel geben. Bitte nicht über die Zwiebeln wundern, diese sind mir noch von den Onion Rings übriggeblieben und haben so Verwendung gefunden.


In die Schüssel kommen dann noch die etwas abgekühlte Paste und das ChilipulverChilipulver nach Belieben. Gut verrühren und dann die Frühlingszwiebeln damit einstreichen. 


Die verschlossene Schale mit dem fertigen Pa Kimchi dann für einen Tag bei Raumtemperatur stehen lassen, damit die Fermentation gut einsetzen kann. Danach kühl lagern, dann hält es sich ewig.


Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen.

Sonntag, 9. Oktober 2022

Fermentierte Tomaten

 


Oft weiß man nicht, wohin mit der ganzen Tomatenernte. Immer nur Ketchup daraus zu machen, ist langweilig und es gibt durchaus noch viele weitere Möglichkeiten, die Früchte haltbar für den Wintersnack zu machen. Dazu eignet sich natürlich auch die Fermentation, bei der Milchsäurebakterien das Lebensmittel langsam sauer und damit haltbar machen. Hierfür wird auch nicht allzu viel benötigt.

Zutaten:


Tomaten
Wasser
Salz
Gewürze nach Wahl

Mehr ist es auch nicht und man muss eigentlich nur sauber arbeiten, damit es klappt. 

Zunächst werden die Gläser heiß ausgewaschen und sterilisiert. Dabei tötet man die Keime ab, die man nicht haben möchte. Im Gegensatz zu den Gläsern sollte man die Tomaten nicht groß waschen. Sind sie etwas dreckig, lieber abbürsten. Sonst könnte man aus Versehen die guten Milchsäurebakterien auf den Tomaten erledigen, die eigentlich die Fermentation starten sollen. 

Man sticht die Tomaten dann ein paar Mal mit einem Zahnstocher etwas ein, damit Flüssigkeit ins Innere dringen kann. Anschließend stapelt man sie zusammen mit den Gewürzen ins Glas. Hier eignen sich natürlich etwas Knoblauch, frische Kräuter (thymian, Rosmarin, etc.) und um beim Hauptthema des Blogs zu bleiben: Chilis.

Für den Sud muss man nun nur noch mindestens 2-3% Salz im Wasser verwenden. Ich empfehle hier auf einen Liter Wasser mit etwa 30g Salz zu rechnen. Der Sud wird kalt ins Glas gegeben, damit die Bakterien nicht abgetötet werden und ihre Arbeit aufnehmen. 

 


Wichtig ist hierbei nur, dass auch ja alles unter die Flüssigkeit gedrückt ist. Dazu gibt es Fermentiergitter, Glasteile zum Beschweren, man kann auch saubere Steine auflegen, oder die Tomaten so einquetschen, dass nichts nach oben schwimmt. Denn sollte irgendwas an die Luft gelangen, ist die Schimmelgefahr sehr groß und man muss dann leider alles entsorgen. 

Anders ist es, wenn sich die sogenannte Kahmhaut bildet. Diese ist von Schimmel gut zu unterscheiden, da sie nicht pelzig wird, sondern wie der Name schon sagt, wie eine alte faltige Haut darauf liegt. Diese kann man einfach abschöpfen und entfernen. 

Ist alles sicher unter der Flüssigkeit verborgen, wird das Glas leicht zugeschraubt und für einige Tage bei Zimmertemperatur stehen gelassen. Die Bakterien nehmen die Arbeit auf und das Produkt wird langsam sauer. Da es dabei stark gärt, immer wieder mal den Deckel öffnen und Druck ablassen.
 



 Danach stellt man sie am besten etwas kühler und dunkler im Keller auf. Genießen kann man sie nach 2-4 Wochen, haltbar sind sie so mindestens ein Jahr.


Mittwoch, 5. Mai 2021

Paechu Kimchi aus Chinakohl


 




Kimchi nennt man jegliche, auf Milchsäuregärung basierende, Zubereitungsart von Gemüse in der koreanischen Küche.

Traditionell wird Kimchi wie unser Sauerkraut für den Winter eingemacht. Im Herbst trifft man sich dort und bereitet Kimchi in großen Mengen zu, die dann in Tontöpfen in der Erde vergraben werden. Mittlerweile gibt es aber auch in vielen Haushalten einen extra Kimchi-Kühlschrank. In Korea gehört das Gericht fast zu allen Mahlzeiten und jede Familie hat ihr Geheimrezept. Deshalb gibt es auch nicht DIE eine Art, Kimchi zuzubereiten.

In diesem Rezept geht es um das "Standard" Kimchi mit Chinakohl (Paechu Kimchi), welches natürlich in alle Richtungen ausgebaut werden kann. Man kann verschiedenste Gemüsesorten hinzufügen, auch Obst und Fisch findet sich im Kimchi wieder. Traditionell wird der Kohl geviertelt und die Gewürzpaste zwischen die einzelnen Blätter gerieben. 


Die erste Hürde sind die Maßangaben. Es werden dort üblicherweise Cups und Spoons verwendet, die man sich z.B. auf Amazon.de besorgen kann.


Hat man keine Cups, muß man die Volumeneinheiten umrechnen. Ein Cup entspricht dabei z.b. ca. 230ml Wasser. Jede Zutat hat natürlich eine andere Dichte und somit auch ein anderes Volumen/Gewicht. Da das Rezept sich auch noch auf 10lbs Chinakohl bezieht (ca. 4,54kg), mußte ich auch die verwendeten Mengen halbieren.

Ich benutze also für das Kimchi folgende Zutaten:



2,25 kg Chinakohl (ca. 2 Stück)
1/2 Cup Salz (ca. 150g)
1/4 Cup süßes Reismehl (ca. 30g) - kann auch durch Weizenmehl, Maismehl oder Speisestärke ersetzt werden)
1/8 Cup Zucker (ca. 25g)
1,5 Cups Wasser (ca. 345ml)
1/2 Cup Knoblauch (ca. 60g)
1-2 Tbs Ingwer (ca. 10-20g)
1/2 Cup Zwiebeln (ca. 60-70g)
1/2 Cup Fischsoße (ca. 120g)
1 Cup Lauch (ca. 80g)
5 Lauchzwiebeln
1/4 Cup Karotten (ca. 30g)
1 Cup Rettich (ca. 100g)



Dazu Chilipulver nach Vorliebe. Im Originalrezept sind es 2,5 Cups (bezogen auf 4,54 kg Kohl), es kommt dort aber das typische, koreanische Pulver Gochu-Garu zum Einsatz. Dieses ist eher mild und bekommt man bequem bei Amazon. Davon etwa 60g (3/4 Cup). Hier muß natürlich jeder etwas experimentieren und seine gewünschte Menge selbst wählen. Einen Test zum Produkt habe ich hier hitnerlegt: https://www.chilihead77.de/2019/05/nongshim-farmers-heart-red-chili-pepper.html






Die Zubereitung:

Zunächst wird der Chinakohl längs geviertelt und der Strunk grob entfernt.


Dann die Blattlagen säubern und mit Meersalz bestreichen. 




Den Kohl anschließend in eine große Schüssel geben mindestens 3-4 Stunden ziehen lassen.





In dieser Zeit bereitet man nun die Gewürzmischung zu. Damit die Konsistenz etwas verbessert wird, rührt man als erstes den Porridge an.

Das Wasser wird mit dem Mehl vermischt und unter ständigem Rühren erhitzt, bis es eine schöne, homogene Masse ist. Fängt es an zu kochen, wird die Hitze etwas reduziert und der Zucker eingerührt. Noch einige Minuten köcheln lassen, bis es leicht transparent wird und sich wie Tapetenkleister verhält.


Dann runter vom Herd und kalt werden lassen. (Eventuell zur Beschleunigung in ein kaltes Wasserbad stellen)

Im Mixer werden der Knoblauch, die Zwiebeln, der Ingwer und die Fischsoße etwa eine Minute gut püriert.


Bis der Porridge kalt geworden ist, kümmert man sich um das Gemüse.

Lauch, Lauchzwiebeln, Karotten und Rettich werden leicht schräg in Scheiben und diese dann in Streifen geschnitten.




Ist der Porridge kalt, kann man alles zusammenmischen. Erst Porridge, Chilipulver und die Masse aus dem Mixer.


Danach das Gemüse untermischen.


Aus dem Kohl ist mittlerweile jede Menge Wasser ausgetreten. Sind die Blätter weich, wird er gut vom Salz abgespült. Dabei darauf achten, dass er möglichst noch etwas ZU salzig bleibt.






Danach wird die Gewürzpaste zwischen die einzelnen Kohlblätter gestrichen und alles in der Plastikbox verstaut. Man sollte darauf achten, alles gut zusammenzudrücken. Dabei am besten Handschuhe tragen!






Die Box mit Deckel versehen und dann erst einmal für 2 Tage bei Zimmertemperatur aufbewahren, damit die Fermentation einsetzen kann. Danach ab in den Kühlschrank.

Der Kohl kann zwar sofort gegessen werden, das richtige Kimchi entwickelt sich aber erst in ein paar Tagen, wenn die Fermentation eingesetzt hat und die Gärung den Kohl langsam sauer werden lässt. Hält sich im Kühlschrank locker einige Wochen.

In Japan isst man das Kimchi übrigens etwas süßer und meist nicht bzw. kaum fermentiert.





Wer auf den Geschmack gekommen ist und sich über verschiedenste Original-Kimchi-Rezepte informieren möchte, dem sei das Buch "Kimchi - Die Seele der koreanischen Küche" empfohlen. Auch zu diesem habe ich eine Rezension erstellt: https://www.chilihead77.de/2018/02/kimchi-die-seele-der-koreanischen-kuche.html




Samstag, 6. Juni 2020

Kkakdugi - Rettich Kimchi

Beim Kkakdugi (oder Gakdokgi / Kakktugi) Kimchi wird im Prinzip der Kohl durch Rettich ersetzt. Der Name leitet sich vom koreanischen Begriff für "in Würfel schneiden" ab. An Zutaten wird nur wenig benötigt und der Aufwand ist auch sehr gering.



Diese Version ist eher säuerlich und besonders knackig. Ein völlig anderer Geschmack als beim Chinakohl entwickelt sich hier und es ist auch etwas süßer. Es bildet einen schönen Kontrast zu weicher Nahrung wie Fisch oder Reis. Wichtig ist: Frischen Rettich verwenden!


Zutaten für ein ca. 5 Liter fassendes Gefäß:


2kg frischer Rettich
50-100g grobes Meersalz

Paste:

50g Gochugaru (koreanisches Chilipulver)
300g Lauch oder Lauchzwiebeln
3 EL frisch gepresster Knoblauch
2 EL fein geriebener Ingwer
2 TL Fischsauce
3 EL Zucker
1 EL Salz


Als erstes schneidet man den Rettich in kleine, mundgerechte Würfel. Diese vermengt man mit dem Meersalz und bedeckt sie mit Wasser. Dann mindestens 6 Stunden stehen lassen, besser über Nacht.



Am nächsten Tag kann dann das Wasser abgegossen und der Salzgehalt geprüft werden. Ist es zu salzig, sollte man es mehrmals mit kaltem Wasser spülen. Es sollte aber immer leicht zu salzig bleiben.

In einer großen Schüssel werden dann die restlichen Zutaten zur Kimchipaste vermengt. Ich habe hier statt Lauch die kleinen Lauchzwiebeln verwendet. Die sind noch etwas schärfer und haben mehr Pepp.














Der Rettich wird dann mit der Kimchipaste vermengt und in das große Gefäß gepackt. Bedeckeln und erstmal 24 Stunden bei Zimmertemperatur stehen lassen. Danach in den Kühlschrank kalt stellen. Nach etwa einer Woche ist die Fermentation durch und das Kimchi fertig. Haltbar ist es dann mindestens 4-6 Wochen.




Beim Rezept habe ich mich an dem tollen Buch "Kimchi - Die Seele der koreanischen Küche" orientiert.

Erhältlich auf Amazon:


Freitag, 22. Februar 2019

Tanggun Kimchi



Das Originalrezept habe ich dem Buch "Kimchi - Die Seele der koreanischen Küche" entnommen, welches ich bereits hier rezensiert habe: https://www.chilihead77.de/2018/02/kimchi-die-seele-der-koreanischen-kuche.html 

Kimchi kennt man mittlerweile überall auf der Welt. Diese Version ist besonders in Russland sehr beliebt. Die marinierten Karotten schmecken auch bereits ohne Fermentierung sehr gut und die Zubereitung ist denkbar einfach.


Zutaten:


  • 1 kg Karotten
  • 1 1/2 EL grobes Meersalz

  • 1 EL Kochugaru (Koreanisches Chilipulver)
  • 50 g Lauch
  • 1 TL frisch gepresster Knoblauch
  • 1 TL fein geriebener Ingwer
  • 100g Rettich, geraspelt
  • 1 TL Fischsauce
  • 1 EL Salz


Zunächst werden die Karotten geschält und geraspelt. Man gibt sie in eine etwa 3 Liter fassende Schüssel, die 1 1/2 EL Salz dazu und bedeckt das ganze mit Wasser.


So bleiben sie dann erstmal für mindestens 10 Stunden oder besser über Nacht bei Raumtemperatur stehen. Dann prüft man den Salzgehalt der Karotten und spült sie mehrmals mit kaltem Wasser ab. (es sollte immer leicht zu salzig sein)

Nun vermischt man sie mit den restlichen Zutaten der Kimchi-Paste. Leider gab es bei uns nirgendwo Rettich, also habe ich alternativ Radieschen genommen.






Die Gochugaru bekommt man am einfachsten bei Amazon. Ich habe hier einen original koreanischen Hersteller gefunden. Der riesige Beutel ist wiederverschließbar und hält sich sehr lange. Absolut zu empfehlen. Rezension bzw. Produkttest dazu habe ich natürlich auch verfasst.










Es geht hier übigens auch nicht sehr genau zu, man kann die Mengen durchaus variieren. Wer etwas mehr Rettich oder Lauch möchte, kann auch durchaus die doppelte Menge davon verwenden. Dann würde ich aber auch die Fischsoße etwas erhöhen.


Jetzt wird das Ganze mit einem Deckel verschlossen kühl gestellt. Am besten im Kühlschrank für mindestens 10 Tage durchziehen lassen.

Das Kimchi hält sich locker einen Monat, normalerweise durchaus länger.

Guten Appetit!


Samstag, 18. Januar 2014

Mak-kimchi (Easy Kimchi)



Kimchi nennt man jegliche, auf Milchsäuregärung basierende, Zubereitungsart von Gemüse in der koreanischen Küche.

Traditionell wird Kimchi wie unser Sauerkraut für den Winter eingemacht. Im Herbst trifft man sich dort und bereitet Kimchi in großen Mengen zu, die dann in Tontöpfen in der Erde vergraben werden. Mittlerweile gibt es aber auch in vielen Haushalten einen extra Kimchi-Kühlschrank. In Korea gehört das Gericht fast zu allen Mahlzeiten und jede Familie hat ihr Geheimrezept. Deshalb gibt es auch nicht DIE eine Art, Kimchi zuzubereiten.

Ich halte mich hier zum Einstieg stark an ein Rezept für ein relativ einfaches Kimchi, welches natürlich in alle Richtungen ausgebaut werden kann. Man kann verschiedenste Gemüsesorten hinzufügen, auch Obst und Fisch findet sich im Kimchi wieder. Traditionell wird der Kohl nicht in kleine Häppchen zerschnitten, sondern nur geviertelt und die Gewürzpaste zwischen die einzelnen Blätter gerieben. Geschnitten fermentiert es aber schneller und es geht einfacher.

Mein verwendetes Rezept stammt ursprünglich von Maangchi und findet sich auch auf ihrer Internetseite unter diesem Link wieder: http://www.maangchi.com/recipe/easy-kimchi

Die erste Hürde sind die amerikanischen Maßangaben. Es werden die dort üblichen Cups und Spoons verwendet, die man sich z.B. auf Amazon.de besorgen kann.


Hat man keine Cups, muß man die Volumeneinheiten umrechnen. Ein Cup entspricht dabei z.b. ca. 230ml Wasser. Jede Zutat hat natürlich eine andere Dichte und somit auch ein anderes Volumen/Gewicht. Da das Rezept sich auch noch auf 10lbs Chinakohl bezieht (ca. 4,54kg), mußte ich auch die verwendeten Mengen halbieren.

Ich benutze also für das Kimchi folgende Zutaten:



2,25 kg Chinakohl (ca. 2 Stück)
1/2 Cup Salz (ca. 150g)
1/4 Cup süßes Reismehl (ca. 30g) - kann auch durch Weizenmehl, Maismehl oder Speisestärke ersetzt werden)
1/8 Cup Zucker (ca. 25g)
1,5 Cups Wasser (ca. 345ml)
1/2 Cup Knoblauch (ca. 60g)
1-2 Tbs Ingwer (ca. 10-20g)
1/2 Cup Zwiebeln (ca. 60-70g)
1/2 Cup Fischsoße (ca. 120g)
1 Cup Lauch (ca. 80g)
5 Lauchzwiebeln
1/4 Cup Karotten (ca. 30g)
1 Cup Rettich (ca. 100g)



dazu Chilipulver nach Vorliebe. Im Originalrezept sind es 2,5 Cups (bezogen auf 4,54 kg Kohl), es kommt dort aber das typische, koreanische Pulver Gochu-Garu zum Einsatz. Dieses ist eher mild und war hier nicht zu bekommen. Ich habe deshalb ein etwas schärferes Chilipulver benutzt, davon etwa 60g (3/4 Cup). Hier muß natürlich jeder etwas experimentieren und seine gewünschte Menge selbst wählen.








Die Zubereitung:

Zunächst wird der Chinakohl längs geviertelt, besser sogar geachtelt und der Strunk entfernt.

Dann quer in mundgerechte Stücke schneiden und im Spülbecken wässern. Dies hilft der späteren Salzaufnahme.


Den Kohl anschließend in eine große Schüssel geben und den halben Cup Salz gut verteilen.


Gut, aber vorsichtig und behutsam durchmengen. Der Kohl muß nun 1,5 Stunden stehenbleiben. Alle 30 Minuten wieder vorsichtig mischen.

In dieser Zeit bereitet man nun die Gewürzmischung zu. Damit die Konsistenz etwas verbessert wird, rührt man als erstes den Porridge an.

Das Wasser wird mit dem Mehl vermischt und unter ständigem Rühren erhitzt, bis es eine schöne, homogene Masse ist. Fängt es an zu kochen, wird die Hitze etwas reduziert und der Zucker eingerührt. Noch einige Minuten köcheln lassen, bis es leicht transparent wird und sich wie Tapetenkleister verhält.


Dann runter vom Herd und kalt werden lassen. (Eventuell zur Beschleunigung in ein kaltes Wasserbad stellen)

Im Mixer werden der Knoblauch, die Zwiebeln, der Ingwer und die Fischsoße etwa eine Minute gut püriert.


Bis der Porridge kalt geworden ist, kümmert man sich um das Gemüse.

Lauch, Lauchzwiebeln, Karotten und Rettich werden leicht schräg in Scheiben und diese dann in Streifen geschnitten.




Ist der Porridge kalt, kann man alles zusammenmischen. Erst Porridge, Chilipulver und die Masse aus dem Mixer.


Danach das Gemüse untermischen.


Mittlerweile sollten die 1,5 Stunden auch vergangen sein und das Salz ordentlich Wasser aus dem Kohl gezogen haben.


Der Kohl wird nun wieder gewässert, um das Salz abzuwaschen. Den Vorgang mindestens 3x wiederholen!

Danach werden Gewürzpaste und Kohl vermengt und alles in verschließbare Plastikbehälter gefüllt. Man sollte darauf achten, alles gut zusammenzudrücken. Dabei unbedingt Handschuhe tragen!


Der Kohl kann sofort gegessen werden, das richtige Kimchi entwickelt sich aber erst in ein paar Tagen, wenn die Fermentation eingesetzt hat und die Gärung den Kohl langsam sauer werden läßt. Hält sich im Kühlschrank locker einige Wochen.