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Samstag, 2. Januar 2021

How-To: Überwintern von Chilipflanzen

Da oft die Frage aufkommt, wie man seine Pflanzen am besten über den Winter bekommt, hier eine Zusammenfassung meiner Methode.

9 Jahre lang habe ich meine Rocozilla überwintert, bis sie von selbst eingegangen ist. Ich habe also durchaus Erfahrung und Erfolg mit folgender Vorgehensweise:

Die Pflanze steht Ende September in ihrem 90 Liter fassenden Kübel und hat enorme Ausmaße bekommen. So kann man sie natürlich kaum in die Wohnung bringen.


Also werden zunächst mal die Äste stark gestutzt. Hierbei gehe ich bis zum verholzten Teil der Äste zurück. Ein bisschen vom grünen Rest darf noch stehenbleiben, alles andere kommt ab.


Abgeschnitten wird hierbei immer knapp über den Verdickungen, die sogenannten Nodien, da sich an diesen Knubbeln/Knoten wieder neue Äste bilden. 


Eine möglichst scharfe Astschere verwenden und einen glatten Schnitt ausführen.

Dann wird auch der Wurzelballen eingekürzt. Hierfür mit einer Gartenschaufel rund um die Pflanze stechen. Ich topfe in diesem Beispiel von 90 Litern zurück auf einen 12 Liter Mörtelkübel. Dabei noch genug Raum für frische Erde lassen. 





Der Rückschnitt ist wichtig, damit die Pflanze wieder frisch austreibt, da sich nur an frischen Ästen auch wieder Früchte bilden. Außerdem sind Blattläuse eine große Plage beim Überwintern und so hat man weniger Blattwerk. Trotzdem muss man immer wieder nach Schädlingen Ausschau halten, da sie andauernd wieder auftreten können.

Die abgeschnittenen Äste haben meist noch grüne Früchte dran, weshalb ich sie gerne in eine Vase/Masskrug stelle und in der Wohnung noch umfärben lasse. Soll ja nichts verkommen.



In der Wohnung dann einen hellen, nicht zu kalten Platz suchen und die Pflanze nur mäßig gießen. 

Sie treibt dann langsam wieder aus und hat im Frühjahr einen guten Vorsprung vor den frisch gesäten Keimlingen. 

Möchte man sie in den Winterschlaf versetzen, sollte sie eher kühl und mit mäßig Licht aufbewahrt werden.


Hier noch ein weiteres Beispiel anhand meiner Amashito Wild:







 


Mittwoch, 1. April 2015

Update 01.04.2015

Kein gutes Chiliwetter draußen. Es ist kalt und schneit sogar wieder...

Die Stecklinge habe ich zwar jetzt eingetopft, ihnen ist es aber wohl auch in der Erde viel zu kalt am Fensterbrett. Um noch irgendwas zu retten, habe ich sie nun unter das Kunstlicht gepackt.


Dem Chiltepin geht es auf Grund seiner stattlichen Größe noch recht gut am Fenster. Blüten bilden sich hier aber sicher so auch nicht.


Rocozilla gedeiht an der Tür recht gut. Mein Sohn meinte allerdings, daß sie zwei der frischen Triebe nicht unbedingt braucht...


Der Rest wächst gut unter dem Kunstlicht und bleibt kompakt. Es bilden sich bereits viele Seitentriebe, was später hoffentlich zu schönen, buschigen Pflanzen führt.





Die Spacechilis wollen hoch hinaus



Die krüppelige Chupetinho hat sich mittlerweile gut entwickelt.


Auch die Cedrino, welche zunächst nur ein Blatt entwickelte, hat den frischen Trieb mittlerweile zum Hauptstamm gemacht. Es ist fast nicht mehr erkennbar, daß sie Probleme beim Wachsen hatte.



Jetzt muss nur endlich das Wetter besser werden, damit die Pflanzen nach draußen können!

Mittwoch, 22. Oktober 2014

Gonzales

Nooooooo - Gonzales hat einige Pflanzen umgelegt, Töpfe umgeworfen und Äste abgerissen. Besonders schlimm hat es eine Aribibbi Gusano erwischt. Sie ist knapp über der Erde komplett abgerissen.


Habe sie nun ins Wasser gestellt, evtl reifen wenigstens noch ein paar Früchte ab.

Den Rest wird dann wohl der momentane Kälteeinbruch erledigen. Wir hatten heute nur 3,5°C tagsüber. Für die Nacht erwarte ich deshalb schon leichten Frost, der sicher die ersten Kandidaten um die Ecke bringen wird.

Die Saison 2014 wird also demnächst beendet sein.

Mittwoch, 20. November 2013

Überwinterer und Stecklinge

Pünktlich zum Kälteeinbruch habe ich mich heute um die Flüchtlinge gekümmert.

Zunächst wäre da die Tiger Teeth. Eine wunderschöne Sorte, deren Samen ich extra in Australien bei der Hippy Seed Company bestellt habe.


Zur Sorte auch nochmal das passende Vorstellungsvideo von Neil Smith:


Da der Pflanze ja bereits viel Licht fehlt, sind die frisch gebildeten Früchte auch nicht mehr weitergewachsen und in ihrer Anfangsgröße abgereift.


Wurde also Zeit abzuernten und den Winterschlaf vorzubereiten. Hierzu müssen natürlich erstmal alle Früchte runter. Nochmal knapp 80g Ernte:


Zum Überwintern wird die Pflanze erstmal zurückgeschnitten und von den großen Blättern befreit. Drinnen fehlt es nun mal an Licht, weshalb die Pflanzen sowieso bald das Laub verliert.

Hierbei ist wichtig, daß man eine scharfe Schere bzw. Messer nimmt, um die Äste wirklich zu schneiden und nicht zu quetschen. Außerdem muß der Trieb natürlich noch saftig grün und nicht verholzt sein. Der Schnitt so zu setzen, daß man knapp über den Stellen schneidet, an denen Blätter gewachsen sind oder sich die sogenannten Nodien befinden. An diesen Stellen treibt die Pflanze nämlich später neu aus und bildet frische Triebe. Hier ein paar Beispiele:



Die Tiger Teeth sieht nun so aus:


Optional kann man die Pflanze nun noch aus dem Topf nehmen, die Wurzeln etwas einkürzen und dann einen kleineren Topf wählen. Dies spart Platz im Keller und man hat im Frühjahr die Möglichkeit, die Chili wieder mit etwas frischer Erde drumherum in den großen Pott zurückzutopfen.

Toll gewachsen finde ich hier den Stamm, der sehr viele starke Äste und Verzweigungen hervorgebracht hat.


Rocozilla soll in ihr 6. Lebensjahr starten, ich habe sie aber diesmal nicht so stark zurückgeschnitten. Letztes Jahr ist mir viel verholzt und abgetrocknet, ich hatte schon Angst sie zu verlieren. Deshalb nur ein leichter Rückschnitt und ein Platz im Wohnzimmer. Darf also gleich wieder weiterwachsen.



Nun noch zu den Stecklingen.

Die standen ja nun für ca. einen Monat im Wasserkrug und haben sich sehr gut gehalten.


Ordentlich Wurzeln haben sie gebildet:


Es handelt sich nun aber um relativ harte Wasserwurzeln, welche wenig feine Verzweigungen haben. Es muß also nochmal etwas gezittert werden, ob sie nun auch gut in der Erde anwachsen. In den meisten Fällen gelingt das aber, da die Wasserwurzeln einfach feine Verästelungen bekommen. Umgekehrt geht es nicht, da die feinen Erdwurzeln im Wasser abfaulen würden.

Die Steckis nochmal in der Großaufnahme:



Eingesetzt habe ich sie nun in Neudorff Anzuchterde. Die ist wenig gedüngt und regt somit die Nährstoffsuche der Pflanze an. Damit wird auch die Wurzelbildung gefördert. Zur Unterstützung noch mit Algan Wachstumshilfe angegossen.


Wie man sieht, haben die Stecklinge sogar Blüten geöffnet. Scheint ihnen also wirklich richtig gut zu gehen. 2 stehen nun noch im Krug, die haben leider bisher kaum Wurzeln, erste Ansätze sind aber zu sehen. Ich hoffe, sie kommen alle durch.

Freitag, 11. Oktober 2013

Erste Opfer

Heute früh zeigte das Autothermometer -0,5°C an. Leicht geschneit hatte es auch. Den ganzen Tag kamen dann die Temperaturen nicht über 6°C hinaus und jetzt am Abend klarte der Himmel auch noch auf. Bedeutet für heute Nacht sicher wieder eine starke Abkühlung, aktuell sind wir schon wieder bei nur noch 3°C.

Erste Opfer habe ich heute schon ausmachen können. Die Purple Tiger steht ganz vorn und läßt bereits die Spitzen hängen:


Aber auch etwas weiter hinten sieht die Aji Pen 3-1 nicht mehr so gut aus:


Die Aji Cochabamba hat bereits völlig aufgegeben. Hier fallen schon die Blätter und Früchte ab.


Insgesamt stehen die meisten aber noch ganz gut, direkt an der Mauer sieht man noch keine Schäden.


Kühlt es heute noch weiter ab, dann wird aber auch da das große Sterben einsetzen....

Dienstag, 23. Oktober 2012

Erste Wintervorbereitungen

Die Temperaturen kamen heute nicht über die 10°C Marke hinaus, fürs Wochenende ist Frost angesagt.

Da muß ich natürlich die ersten Vorbereitungen treffen und zumindest Rocozilla retten und ins Warme bringen. Da jetzt Junior im Wohnzimmer herumtobt, muß ich sie erstmal in den Keller verbannen. Ein paar Früchte könnten da noch abreifen, danach wird sie wieder zurückgeschnitten.



Hier sieht man wieder, warum sie auch Baumchili genannt wird:



Ich hoffe, sie hat sich den Virus nicht eingefangen und schafft auch das 5. Jahr. Mal sehen, wie es ihr im Keller so ergeht.

Da die Superchinensen von Jens leider gekreuzt sind und deshalb nicht über Samen vermehrt werden können, muß ich mich wieder an Stecklingen versuchen. Hat letztes Jahr ja nicht so besonders gut geklappt, von ca. 10 Ästen haben nur 2 gewurzelt und daß auch erst nach ca. 4 Monaten.

Mal sehen wie es diesmal klappt, wichtig ist jedenfalls das blickdichte Gefäß und frisches Leitungswasser.



Eine Anregung eines anderen Chilibauern probiere ich aber auch noch aus. Hubert meinte, ein paar zarte Triebe direkt in die Erde stecken sollte auch funktionieren. Also 3 Anzuchttöpfchen mit Compo Anzuchterde gefüllt, gewässert und rein mit den Triebspitzen.



Wir werden ja sehen, was besser funktioniert.